Natur in Keltern e.V.

Gemeinsam gegen den Mähtod:

Initiative gemeinsam mit BRH-Rettungshundestaffel Nördlicher Schwarzwald e.V.

Rehwild gehört zu den häufigsten Wildtierarten in unserer Landschaft. Die Muttertiere gebären i.d.R. bis zu zwei Kitze in den Monaten Mai-Juni.

Nach der Geburt werden die kleinen Kitze von ihren Müttern zum Schutz vor natürlichen Feinden im hohen Gras abgelegt. Das Muttertier sucht nur zum Säugen und Reinigen das Kitz auf. Die restliche Zeit liegen sie gut versteckt im hohen Gras. Die Kitze verfügen in den ersten beiden Lebenswochen über keinen Fluchtinstinkt und drücken sich bei Gefahr flach in den Boden. Erst ab der dritten Lebenswoche sind sie in der Lage, bei drohender Gefahr aufzustehen und zu flüchten.

Diese Überlebensstrategie hat sich seit Tausenden von Jahren bewährt. Und genau dieses Verhalten wird ihnen jetzt aber aufgrund der heutigen modernen landwirtschaftlichen Arbeitsweise zur tödlichen Gefahr. Es passiert immer wieder, dass tausende Kitze, Junghasen, Jungvögel und anderes Kleingetier von den Messern der Mähmaschinen erfasst, verstümmelt und getötet werden.

Die Landwirte und Jäger, die sich dem Tierschutz verpflichtet fühlen, sind zwar bemüht, dieses Leiden zu vermeiden, leider lässt sich dies aber nicht immer verhindern.

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@Foto: Ira Köffel
    
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@Foto: Ira Köffel

Daher hat es sich auch der Verein Natur in Keltern e.V. in Kooperation mit der BRH-Rettungshundestaffel Nördlicher Schwarzwald e.V., mit Unterstützung der Gemeinde Keltern zur Aufgabe gemacht, die Landwirte und Jäger darin zu unterstützen. Dies geschieht zum Teil durch Absuchen und Ablaufen der Wiesen in Form einer Personenkette oder durch Aufstellen von Scheuchen am Abend vor der Mahd.

Vielversprechender hat sich in den letzten Jahren nun vermehrt der Einsatz modernster Technik in Form von Drohnen, ausgestattet mit einer Wärmebildkamera etabliert, um das Wild vor dem Tod durch das Mähwerk zu retten.

Alle Maßnahmen sind sehr zeitaufwändig und mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden. Erschwerend kommt hinzu, dass alle Aktionen bei gutem Mäh-Wetter zeitgleich stattfinden müssen.

Voraussetzung dafür, dass zukünftig die Kitze überleben, ist die Bereitschaft der Landwirte, die Mahdtermine rechtzeitig mitzuteilen. Um dann flächendeckend eine gute Abdeckung gewährleisten zu können, wäre es schön, wenn sich noch mehr Tierfreunde in Form von Spenden für eine Drohne oder durch tätige Mithilfe engagieren würden, damit der Verein Natur in Keltern e.V. und die BRH-Rettungshundestaffel Nördlicher Schwarzwald e.V. mit ihrer Unterstützung diese herausfordernde Arbeit im Sinne des Tierschutzes meistern können.

Freiwillige Helfer oder Spender können sich gerne unter der Ruf-Nr. 07236-9826323 (AB) melden.


Wenn dieses kleine Video (20Sek) nicht gleich startet, bitte anklicken.

Dieses Video hat uns für diese Internetseite freundlicherweise Herr Thomas Kälber, BRH Rettungshundestaffel Nördlicher Schwarzwald e.V. zur Verfügung gestellt. Es entstand am 15.5.2020 in Keltern, bei einem Einsatz zur Rettung der Kitze vor der Mahd.