Natur in Keltern e.V.

Was gibts Neues?

Turmfalken-Kamera in der Barbarakirche in Ellmendingen

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Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde befindet sich seit dem Frühjahr 2016 eine Videokamera in der Barbarakirche in einer Nische des Glockenturmes.

Den Falken fehlt der Trieb, ein Nest aus Ästen, Gras oder Moos zu bauen. Als Felsenbrüter nützen sie Höhlen, Simse oder Nischen, als Baumbrüter die bereits fertig gestellten Nester der Krähen, Elstern oder anderer Greifvögel. Daher ist die relativ große Nische im Turm ein idealer Ort, um die Jungen groß zu ziehen, gleichzeitig bietet sie Schutz vor Nässe, Kälte und Feinden.

Auch in diesem Jahr wurden 5 Eier gelegt und ausgebrütet. Leider ist in der ersten Woche eines davon verstorben. Jeder Interessierte kann das Geschehen in der Nische per Schnappschuss oder Video live verfolgen unter folgendem Link:   Wir wünschen Ihnen und Euch viel Spaß beim Zuschauen und hoffen auf eine erfolgreiche Brutsaison.

Im Übrigen ist die Barbarakirche bereits 2015 mit der Plakette "Lebensraum Kirchturm" ausgezeichnet worden, da hier auch Fledermäuse und Dohlen ihr Zuhause haben. Seit dem vergangenen Jahr befindet sich auch wieder ein Storchennest auf dem Kirchendach.

31.10.2023 Wieso überwintern Weißstörche in Deutschland?

Wie viele Weißstörche verbringen den Winter in Deutschland und vor allem: warum? Das möchte der Naturschutzbund Deutschland (NABU) mit Hilfe einer Mitmach-Aktion herausfinden. Menschen, die einen oder mehrere Weißstörche entdeckt haben, sind dazu aufgerufen, ihre Sichtung beim NABU zu melden. Zwischen dem 1. November 2023 und dem 31. Januar 2024 können sie ihre Beobachtung auf der Online-Plattform www.NABU-naturgucker.de/weissstorch eintragen. Dort sollen sie unter anderem den Ort der Sichtung und die Zahl der Tiere angeben.

Weißstörche haben überwiegend weiße Federn, nur die Schwungfedern und Teile der Flügeloberseiten sind schwarz. Die Beine und der lange Schnabel sind auffallend rot. Die Großvögel leben in offenen Landschaften mit Feuchtwiesen, Fließgewässern, Weiden und Wiesen.

"Als Langstreckenzieher überwintert er in Afrika ? eigentlich", sagt Bernd Petri von der Bundesarbeitsgruppe Weißstorchschutz. Schon seit mehreren Jahren gebe es aber ein verändertes Zugverhalten der Tiere. Den regelmäßigen Beobachtungen der Arbeitsgruppe zufolge verbrachten in den vergangenen Jahren jeweils mehrere hundert Vögel den Winter in Deutschland. Andere Tiere blieben auf der Iberischen Halbinsel, anstatt weiter nach Afrika zu fliegen.

Über die Gründe ist bisher wenig bekannt. Der Nabu vermutet, dass der Klimawandel eine Rolle spielt: "In immer milderen Wintern mit wenig Schnee finden Weißstörche als Nahrungsopportunisten inzwischen meist auch bei uns ausreichend Mäuse, Würmer, kleine Fische und Abfall auf offenen Mülldeponien." Den Angaben zufolge ziehen Weißstörche im Winter nicht etwa wegen der Kälte nach Süden, sondern weil sie sonst nicht genug Nahrung finden. "Bleiben die Vögel hier, ersparen sie sich zum einen den kräftezehrenden Zug", erläutert Petri. Außerdem seien sie so früher als ihre ziehenden Artgenossen in den Brutgebieten und könnten die besten Neststandorte besetzen. Auch Zufütterung und Programme zur Wiederansiedlung könnten eine Rolle spielen.

Könnten die Vögel durch den kalten Winter in Deutschland erfrieren? Grund zur Sorge bestehe nicht, sagt Petri. "Dem Storch als großem Vogel macht die Kälte kaum etwas aus, da er die Wärme wesentlich besser speichern kann als kleine Singvögel wie Meise und Spatz ? und die überwintern schließlich auch bei uns."

Quelle: NABU 31.10.2023

16.10.2023 Vorkommen von Bilchen auf Streuobstwiesen

Im Rahmen seiner Masterarbeit untersucht Nikolas derzeit das Vorkommen von Bilchen (Garten- und Siebenschläfer oder Haselmaus) auf Streuobstwiesen. Um das Vorkommen der Bilche nachzuweisen, hatte unser Vereinsmitglied Bernd von Ow sich bereit erklärt, dass sogenannte Spurentunnel auf seiner Streuobstwiese ausgebracht wurden. Durch eingelegtes Papier können hier eventuelle Spuren nachgewiesen werden, die Methode gilt als störungsarm.

05.07.2023 WASSER FEHLT AUCH IN DEN WÄLDERN

Trockenheit, hohe Temperaturen und daraus resultierende Krankheiten machen unserem Wald große Probleme. Tiere und Pflanzen brauchen Wasser, und je wärmer es wird, umso mehr Wasser wird benötigt. Doch in letzter Zeit werden die Niederschläge immer knapper, die wenigen Niederschläge, die es bei uns gibt, sind meist sehr kurzzeitig und ungleichmäßig über das Jahr verteilt. Daher wurden schon vor einigen Jahren auch in Keltern an verschiedenen Stellen künstliche Tümpel angelegt. Amphibien und andere Wasserbewohner hatten diese Lebensräume schnell erobert, aufgrund ihrer geringen Größe und Tiefe unterliegen Kleingewässer jedoch meist einer schnellen Verlandung. Ihre Neuschaffung bzw. Erhaltung setzt dementsprechend regelmäßige Kontrolle und Pflege voraus. Vereinsmitglieder von Natur in Keltern e.V. haben in der vergangenen Woche daher einige dieser Wasserstellen wieder aufgefüllt, um ein Austrocknen mitten in der Fortpflanzungszeit der Amphibien zu verhindern.

17.01.2023 Anerkennung als Umweltschutzvereinigung

Es ist uns eine Freude mitteilen zu dürfen, dass das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg unserem Antrag auf Anerkennung des Vereins Natur in Keltern e.V. als Umweltschutzvereinigung nach §3 des Umweltrechtshilfegesetzes entsprochen hat.
Formal ist NiK nun öffentlich als "Anwalt der Natur" bestellt, damit wir uns für diese einsetzen. Wir sehen diese Rolle als eine besondere Verpflichtung und verbinden damit auch die Hoffnung, regelmäßig und zeitnah in kommunale Planungen einbezogen zu werden.
Unser Antrag auf Anerkennung im Sinne einer Gleichstellung mit "Trägern öffentlicher Belange" wurde Mitte 2022 gestellt. Die Anerkennung bedurfte des Nachweises unserer Aktivitäten, Stellungnahmen und Veröffentlichungen. Der tatkräftige Einsatz, den viele Aktive seit Jahren leisten, bereitete die Basis hierfür. Wir konnten dem Ministerium nachweisen, dass die ausgewiesene Fachkompetenz unserer Mitglieder sich in einer sinnvollen Vereinsstruktur entfalten kann.
Allen, die an dieser "Auszeichnung" mitgewirkt haben, möchten wir unseren Dank aussprechen. Nehmen wir dies als Ansporn, auch in Zukunft aktiv unserer Natur und Umwelt zu ihrem Recht zu verhelfen.

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